Mädchen läuft einen asphaltierten Weg mit einem Hund an ihrer Seite.

Warum Kinder die Schule verweigern

Sollte ein Kind, das nicht mehr in die Schule gehen will, motiviert, therapiert, medikamentiert oder gar gezwungen werden, wieder funktionieren zu müssen?

Wie wäre das bei dir?
Würdest du wollen, dass man dich dazu bringt, wieder in einen Job zu gehen, der dich stresst, überfordert oder dir sinnlos vorkommt? Nur weil es die Gesellschaft von dir erwartet?
Warum ist Schule denn so unattraktiv, dass Kinder gezwungen werden müssen, dort hinzugehen?

Warum Schule für viele Kinder unerträglich ist

Kinder werden in Schulen systematisch von sich selbst entfremdet. Sie sollen den ganzen Tag still sitzen und sich Inhalte anhören, die sie nicht interessieren und zu denen sie keinen inneren und lebenspraktischen Bezug haben.

Kinder wissen intuitiv, dass sie fast nichts davon später im Leben brauchen werden. Sie wissen auch, dass sie mit Begeisterung, aus innerer Neugier und vor allem durch praktisches Begreifen mit allen Sinnen direkt am Lernobjekt viel schneller und leichter lernen. Das mechanische, stumpfe Auswendiglernen von Fakten und Zahlen ohne direkte Anwendung empfinden viele Kinder als zermürbend und ineffektiv.

Wenn du heute als Erwachsener mit 30 fremden Menschen in einem engen, lieblosen Raum den ganzen Tag verbringen müsstest, würdest du auch unruhig werden, rebellieren und abschalten, oder?

Schule als Anpassungssystem

Wären Schulen Wirtschaftsunternehmen und der Schulbesuch freiwillig, wären die allermeisten Schulen längst bankrott. Wenn ein Unternehmen seine Waren nicht verkauft, muss es sich fragen: Was müssen wir verändern, damit die Kunden unser Angebot attraktiv finden und freiwillig nutzen wollen?

Statt zu fragen, was Kinder wirklich brauchen, funktioniert Schule wie eine Programmieranstalt. Kinder sollen angepasst, leistungsfähig und steuerbar werden – passend für ein System, das auf Funktionieren und Konsum basiert.

Die Folge ist eine Leistungsgesellschaft, in der viele Menschen den Kontakt zu sich selbst verloren haben. Depressionen, Burnout, Angststörungen und psychosomatische Symptome haben rasant zugenommen.

Was Schule mit Kindern macht

In der Schule werden vor allem logisch-analytische Fähigkeiten gefördert. Alles, was der rechten Gehirnhälfte entspricht, wird abgewertet und verkümmert: das Musische, Kreative, Emotionale, Soziale, Intuitive – ebenso wie der Körper – wird als nebensächlich betrachtet und auch beschämt.

Kinder, die noch eine offenere Wahrnehmung haben, erleben diesen Anpassungsprozess oft als überfordernd. Sie verweilen phasenweise noch in den geistigen Welten und haben ihr Bewusstsein noch nicht vollständig in den Körper inkarniert. Sie sind verspielt und nicht immer ganz präsent und orientiert im Hier und Jetzt. Sie müssen viel zu früh verstandesbetonte Techniken wie Lesen, Schreiben und Rechnen erlernen, die sie in ihrer natürlichen Entwicklung noch gar nicht benötigen.
Viele Kinder reagieren auf diese Überforderung mit Anpassung, Abstumpfung oder Rebellion.

Lernen unter Druck schadet dem Nervensystem

Hirnforschung und Traumaforschung wissen, dass nachhaltiges Lernen nur in einer entspannten Atmosphäre und aus einer aufrichtigen inneren Freude am Lernen geschehen kann.

Kinder kommen begabt, kreativ, lernwillig und feinfühlig in die Schule. Sie verlassen diese mit deutlich weniger Fähigkeiten, mehr Datenmüll und sind getrennter von sich selbst, ihrem geistigen Ursprung und ihrer wahren Schöpfernatur.
Dazu haben auch die regelmäßigen Leistungsbeurteilungen beigetragen, die mit der Konsequenz drohen, aus der Gruppe ausgeschlossen zu werden und weniger Gestaltungsmöglichkeiten im späteren Leben zu haben. Das verursacht einen Dauerstress im Nervensystem durch Versagensängste, Scham und das Gefühl, ungenügend zu sein.

Als Kompensation dieses ungenügenden Selbstwertes ist in vielen Menschen unsere Leistungsgesellschaft entstanden, da viele von ihnen den Kontakt zu sich selbst verloren haben. Es mangelt ihnen an echter Verbundenheit mit sich selbst, anderen Menschen und auch der Erde und den Tieren. Ein Ausdruck davon ist, dass Depressionen, Burnout, Angsterkrankungen und körperliche Symptome rasant zugenommen haben.

Was im Leben wirklich wichtig ist

In Schulen werden folgende Fähigkeiten systematisch unterbunden:

  • Die eigenen Bedürfnisse und Wünsche klar wahrzunehmen und auszudrücken – körperlich, emotional, geistig und spirituell
  • Ein gesunder Selbstwert und eine bedingungslose Selbstannahme, unabhängig von Leistungen und Bedingungen
  • Ein Zugang zur eigenen Intuition und dem persönlichen Seelenplan
  • Der freie Ausdruck der eigenen Seelenwünsche, Interessen und Begabungen, diese auszuleben und zu entwickeln
  • Die Freilegung und Förderung des erweiterten Bewusstseins
  • Ein unterstützendes soziales Miteinander und gelebte Verbundenheit als menschlicher Ausdruck der Einheit allen Seins
  • Ein bewusster und regulierender Umgang mit Gefühlen in herausfordernden Situationen
  • Lebenspraktisches Wissen: erfolgreiche Umsetzung der eigenen Talente, bewusster Umgang mit Geld, der Natur und den Tieren

All das sind Fähigkeiten, die ein Mensch für ein sinnerfülltes und glückliches Leben braucht.

Die Kinder der neuen Zeit

Wer sich an ein krankes System nicht anpassen kann, ist in Wahrheit der Gesunde. Und Diagnosen wie ADHS, Depressionen, Essstörungen oder selbstverletzendes Verhalten sind Schutzstrategien und Lösungsversuche, eine überfordernde Situation zu bewältigen.

Die heutigen Kinder kommen mit einem deutlich höheren Bewusstsein auf die Erde. Sie lassen sich nicht mehr in falsche Systeme zwängen. Sie fordern einen freien und sicheren Rahmen, der ihrem multidimensionalen Potenzial Raum zur Verwirklichung gibt.

Neue Wege des Lernens

Wir dürfen uns fragen: Wie wollen wir leben? Und wie können sich unsere Kinder frei entfalten? Es gibt immer mehr Initiativen, die Alternativen leben: freie Schulen, Homeschooling oder das freie Lernen im Familien- und Lebensalltag durch Vorbilder, Inspiration und eigenes Erforschen.

Was Eltern tun können

Wenn dein Kind nicht (mehr) gerne in die Schule geht, wende dich ihm liebevoll zu. Höre offen und ehrlich zu. Interessiere dich wirklich dafür, wie es ihm geht und was es erlebt.

Sei in der Haltung, dass dein Kind bereits ein strahlendes, wunderbares Wesen ist, das deine Fürsorge und Förderung benötigt, um sein volles Potenzial zu entfalten. Beschließe, gemeinsam eine optimale Lösung für euch als Familie zu finden. Auch wenn der Weg Mut erfordert und Neuland bedeutet.

Es gibt immer mehr Menschen, die neue Wege gehen und ihre Erfahrungen teilen. Du bist nicht allein auf dem Weg. Fühl in dein Herz: Was will ich wirklich leben – für mich und für meine Kinder?

Weiterführende Seiten (Auswahl)

Ricardo Leppe: www.wissenschafftfreiheit.com
Chris Fader: www.chrisfader.de
Gerald Hüther: www.gerald-huether.de

Wenn du dir Begleitung auf dem Weg wünschst, melde dich gerne bei mir: www.claudiadrescher.de/einzelbegleitung

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Claudia Drescher sitzt im Wald und hält einen Arm über ihr Knie und lacht.

Hey, ich bin Claudia!

 Ich liebe es, 
wenn du dich wieder klar und frei fühlst, und aus einer guten Verbindung mit deiner inneren Führung, selbstbestimmte Entscheidungen für dich triffst.